Sabrina in Sumatra

Nach der Landung in Medan (Sumatra) lag eine 5-stündige Fahrt ins Innere der Insel vor uns.
Dabei durchquerten wir viele Landschaften und Wälder von Palmölplantagen bis wir schliesslich im Dschungel ankamen und über eine lange Hängebrücke zu unserer Lodge gelangten.
Wir wurden äusserst herzlich und mit feinem Essen empfangen. Am Abend wurde musiziert, wir kosteten Bintang (lokales Bier) und lernten ein paar Sätze Indonesisch.

Die Unterkunft lag direkt an einem Fluss, in dem wir am nächsten Tag ein Rivertubing machten. Die Landschaft war traumhaft! Ich erinnere mich noch so gerne an eine wunderschöne Aussicht, die ich aber nicht festhalten konnte, weil all unsere Handys wasserdicht verpackt wurden. Wir waren den ganzen Tag „offline“. Das war so schön, eine andere Art zu reisen als man es heutzutage gewohnt ist. Die Locals waren unfassbar freundlich, lächelten und winkten uns immer zu. Anschliessend ans Rivertubing wurden wir von Jeeps abgeholt und fuhren auf deren Dächern sitzend zurück zum Camp.

Nächster Tag:
Ab in den Dschungel!
Wir wanderten durch das Dickicht im Dschungel. Zum Glück war es trocken und wir hatten gutes Schuhwerk dabei. Man musste steil auf- und abwandern, aber sobald man in die Weite schaute, vergass man vor lauter umliegender Schönheit die Anstrengung schnell wieder. Wir haben einige Orang-Utans gesichtet, was sehr beeindruckend war. Es ist sehr selten, noch wilde Orang-Utans zu sehen. Sumatra ist einer der wenigen Orte, wo das überhaupt noch möglich ist.

Nach der Rückkehr in unserem Camp sprang ich zur Abkühlung direkt in den Fluss.
Nach dem mega feinen Abendessen im Kerzenlicht konnte ich super im Zelt schlafen.
Vor der Reise hatte ich Angst vor ungebetenen kleinen Tierchen in der Nacht. Doch diese war völlig unberechtigt, ich war fast enttäuscht, dass ich so wenige gesehen habe.

Am nächsten Morgen wanderten wir durch den Fluss zurück zur schönen "Ecolodge Bukit Lawang", welche das Sumatran Orangutan Conservation Programme unterstützt.
Das Städtchen Bukit Lawang war klein und herzig. Die Kinder springen im glasklaren Fluss herum, die Frauen waschen die Wäsche im Fluss oder putzen ihre Zähne, und es gibt einige kleine Bars, in denen wir den Abend ausklingen liessen. Zusammen mit den Einheimischen spielten wir Instrumente und sangen einheimische Lieder. Lebensfreude pur!!!

Der nächste Stopp war Banda Aceh, wo vor 20 Jahren der Tsunami war. Ein Einheimischer erzählte uns seine berührende Geschichte.

Nach einer 3-stündigen Fahrt auf der gut gefüllten Fähret kamen wir auf dem versteckten Inseljuwel Pulau Weh an.
Wir übernachteten in einer Lodge, die von einer gebürtigen Indonesierin geführt wird, die inzwischen in der Schweiz lebt. Sie sprühte nur so vor Energie! Am Abend gab sie für uns ein kleines Konzert und man konnte sehen, wie ihre Lebensfreude aufging, wenn sie zuhause ist. Die Lodge ist wunderschön und liegt an einem Hügel direkt am Strand. Wir machten einen Schnorchelausflug und entdeckten einsame Strände mit türkisblauem Wasser.
Am Nachmittag erkundeten wir das Städtchen und sahen uns den Sonnenuntergang auf einem Hügel an.

Nach ein paar Tagen auf der schönen Insel ging es auf die Heimreise. Wir waren sehr weit ins Land gereist, daher dauerte dies seine Zeit. Als Abschluss erkundigten wir in Kuala Lumpur die Street-Food-Szene und die Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Und schon war die Reise vorbei, aber sie bleibt definitiv in Erinnerung. Ein wahres Abenteuer.

Impressionen

Polyglott 1
Polyglott 6
Polyglott 5
Polyglott 3
Polyglott 4
Polyglott 7
Polyglott 9
Polyglott 8
Polyglott 2